Magenbypass
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Magenbypass
Manche Patienten nehmen trotz Anlage eines Magenbandes (gastric banding) und dem damit verbundenen Zwang zum Essen kleinerer Portionen nur ungenügend ab. Grund dafür kann die Aufnahme von Süßigkeiten in flüssiger Form (z.B. Limonaden) sein.
In diesen Fällen hilft der Magenbypass.
Bei diesem operativen Verfahren wird funktionell der Dünndarm verkürzt, indem eine Trennung vom Zwölffingerdarm vorgenommen wird. Anschließend wird dieser Dünndarmanteil mit einem künstlich angelegten kleinen "Vormagen" verbunden und der Zwölffingerdarmrest tiefer an den Dünndarm angeschlossen. Die Nahrungsaufnahme in den kleinen Vormagen und die Nahrungsverwertungsstrecke im Dünndarm sind reduziert (Biliopankreatische Diversion mit Duodenalswitch).
Das Prinzip dieser Operation beruht auf zwei Säulen:
Einer Verringerung der Nahrungszufuhr durch Bildung eines Schlauchmagens und zusätzlich einer Mangelverdauung. Es ist also ein Kombinationsverfahren mit biliopankreatischer Diversion (Umleitung der Verdauungssäfte über eine lange Strecke) sowie Magenverkleinerung durch eine Teilentfernung des Magens. Der "Magenpförtner" - also der Ausgang - bleibt erhalten. Der dann gebildete gemeinsame Verdauungskanal ist nur etwa 50 bis 100 cm lang und die Nahrung wird erst verspätet mit den Verdauungssäften (Galle und Bauchspeicheldrüsensekret) vermengt. Dadurch wird die Verdauung und Aufnahme hochkalorischer Nahrungsmittel wie Fett und Kohlenhydrate verringert.
Magenballon
Der Magenballon wird mittels einer Gastroskopie in den Magen eingebracht.
Wenn der Ballon im Magen entfaltet ist, simuliert er eine Füllung des Magens und so wird ein Sättigungsgefühl erzeugt. Man hat weniger Hunger. Es ist also unumgänglich, auch das Ess- und Bewegungsverhalten umzustellen.
Das System sollte nicht länger als 6 - 8 Monate im Magen verbleiben. Entfernt wird der Ballon ebenfalls mittels Endoskopie. Zuerst wurd die Flüssigkeit abgelassen, dann wird der Bakkon wieder entfernt.
Magenband (gastric banding)
Während einer Bauchspiegelung wird ein Band um den oberen Teil des Magens gelegt, welches nur geringe Mengen breiiger Speisen durchlässt. Der Patient / Die Patientin werden gezwungen gut zu kauen und verspüren früh ein Sättigungsgefühl.
Wie funktioniert das Magenband?
Schlauchmagen (sleeve gastrectomy)
Bei dieser Operation wird ein größerer Anteil des Magens entfernt. Übrig bleibt ein etwa 2 - 3 cm dicker Schlauchmagen.
Es kommt zu einer erheblichen, dauerhaften Verringerung des Füllungsvolumens. Das bedeutet, dass ein Sättigungsgefühl entsteht, auch wenn nur geringe Nahrungsmengen aufgenommen werden.
Das "Hungerhormon" Ghrelin wird ebenso vermindert ausgeschüttet, so dass sich auch weniger "Hungergefühl" bei Patienten mit Schlauchmagen zeigt.

Leiterin der Selbsthilfegruppe: